Schnittstellen · Automatisierung
Shopify und Zapier
verbinden.
Zapier verbindet Webdienste ohne Programmierung über sogenannte Zaps: Ein Ereignis in einer App löst Aktionen in anderen Apps aus. Wenn Sie Shopify und Zapier verbinden, landen neue Bestellungen, Kunden oder Warenkorbabbrüche automatisch in Tabellen, Chat-Kanälen oder Ihrem CRM, also Ihrer Kundenverwaltung. Hier erfahren Sie, welche Bausteine es gibt, wohin die Daten fließen und wie Sie Fehler früh bemerken.
Was fließt
Diese Daten verbinden Shopify und Zapier.
Zwischen Shopify und Zapier fließen die Daten meist über einen Connector. Das hier lässt sich übertragen.
- BestellungenShopify → Zapier
- Trigger (Auslöser) wie „New Order“, „New Paid Order“, „Updated Order“, „New Cancelled Order“ oder „New Refund“ starten einen Zap, sobald eine Bestellung angelegt, bezahlt, geändert, storniert oder erstattet wird. Die Daten enthalten auch Positionen mit Artikelnummer, Menge und Preis.
- KundenShopify ↔ Zapier
- Neue und geänderte Kunden sowie neue Kunden-Tags lösen Zaps aus. Umgekehrt legt Zapier Kunden an, ändert sie oder setzt und entfernt Tags. Mit dem Suchschritt „Find or Create Customer“ prüfen Sie vorher, ob es den Kunden schon gibt.
- WarenkorbabbrücheShopify → Zapier
- Der Trigger „New Abandoned Cart“ meldet offene, abgebrochene Warenkörbe samt Positionen, sobald sie ein von Ihnen festgelegtes Alter in Stunden erreichen. Anders als die Bestell-Trigger fragt er Shopify in Abständen ab (Polling) und startet daher nicht sofort.
- Produkte und BestandShopify ↔ Zapier
- Neue und geänderte Produkte sowie geänderte Lagerbestände lösen Zaps aus. Als Aktionen legen Sie Produkte und Varianten an, ändern sie oder setzen Lagermengen. Die Suche nach Varianten per Artikelnummer (SKU) hilft beim Abgleich mit Lieferantenlisten.
- Bestellungen anlegen und abwickelnZapier → Shopify
- Aktionen wie „Create Order“, „Create Draft Order“, „Mark Order as Paid“ oder „Create Fulfillment“ schreiben Daten aus anderen Systemen in Shopify, etwa Bestellungen aus einem Formular oder Sendungsnummern aus einem externen Lager.
- B2B-FirmenShopify ↔ Zapier
- Für den B2B-Bereich gibt es den Trigger „New Company“ sowie die Aktionen „Create Company“ und „Create Company Location“. Damit übernehmen Sie Firmenkunden und ihre Standorte zum Beispiel aus einem CRM oder einem Angebotswerkzeug.
Die Wege
So kommen Shopify und Zapier zusammen.
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Fertige App aus dem Shopify App Store
Im Shopify App Store finden Sie die App „Zapier: Workflow Automation“ von Zapier Inc. Die Verbindung richten Sie in Zapier ein: Unter Apps legen Sie eine neue Verbindung zu Shopify an, geben den Shop-Namen aus Ihrer Admin-Adresse ein und bestätigen den Zugriff in Shopify. Ihr Shopify-Benutzer braucht dafür Rechte für Apps und Vertriebskanäle. Shopify zählt bei Zapier zu den Premium-Apps, die einen bezahlten Zapier-Tarif voraussetzen.
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Über einen Connector
Zapier ist selbst der Connector, der die Systeme verbindet. Ein Zap besteht aus einem Trigger und einer oder mehreren Aktionen, dazwischen können Filter oder Verzweigungen liegen. Viele Shopify-Trigger wie „New Order“ arbeiten per Webhook, also mit einer automatischen Nachricht von Shopify, und starten sofort; andere fragen in Abständen ab. Typische Einsätze sind Abgleiche mit Tabellen, Chat-Kanälen oder CRM-Systemen. Braucht ein Ablauf Schleifen oder große Datenmengen, prüfen Sie Alternativen wie n8n.
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Eigene Anbindung über die API
Fehlt in Zapier eine Funktion, etwa zum Schreiben von Metafeldern (Zusatzfeldern), die Zapier nur suchen kann, führt der Weg zur Shopify-API, der Programmierschnittstelle. Neue Anbindungen bauen Sie auf der GraphQL Admin API auf, der aktuellen Variante: Die REST-Schnittstelle gilt seit Oktober 2024 als veraltet, und öffentliche Apps müssen seit April 2025 GraphQL verwenden. Eine eigene Anbindung lohnt sich, wenn viele Zaps dieselben Daten bewegen oder Kundendaten nicht über einen Dienst in den USA laufen sollen.
Worauf es ankommt
Stolpersteine bei Zapier.
Datenstandort USA
Zapier speichert Daten laut eigener Angabe auf AWS-Servern in den USA; eine reine Speicherung in der EU bietet Zapier nicht an. Die Übermittlung stützt sich auf das EU-US Data Privacy Framework, ein Abkommen für Datenübermittlungen in die USA, und auf Standardvertragsklauseln im Auftragsverarbeitungsvertrag. Klären Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten, welche Kundendaten durch Zaps laufen dürfen.
Kundendaten im Zap-Verlauf
Zapier bewahrt Inhalte und Verlauf Ihrer Zap-Läufe bis zu 69 Tage auf, also auch Namen, Adressen und Bestellwerte. Übertragen Sie nur die Felder, die das Zielsystem braucht, und lassen Sie sensible Angaben weg. In Enterprise-Tarifen lässt sich die Aufbewahrung auf 7 bis 30 Tage festlegen.
Fehler und Wiederholungen
Schlägt ein Schritt fehl, steht der Lauf im Zap-Verlauf mit Fehlerstatus. Mit Autoreplay, der automatischen Wiederholung, versucht Zapier solche Läufe erneut; Fehler-Mails kommen dann erst nach dem letzten Versuch. Scheitert ein Zap in sieben Tagen in mindestens 95 Prozent der Läufe, pausiert Zapier ihn standardmäßig.
Doppelte Datensätze
Instant-Trigger beruhen auf Webhooks, und Shopify kann denselben Webhook mehr als einmal zustellen. Ein Zap mit „Create Customer“ oder „Create Order“ legt dann womöglich zwei Datensätze an. Nutzen Sie Suchschritte wie „Find or Create Customer“ oder prüfen Sie die Bestellnummer im Zielsystem, bevor Sie etwas anlegen.
Massenänderungen und Limits
Shopify begrenzt API-Aufrufe je App und Shop und antwortet bei Überschreitung mit Fehler 429. Zapier weist darauf hin, dass Zaps deshalb in Spitzenzeiten langsamer laufen können. Nach 50.000 Varianten erlaubt Shopify zudem nur 1.000 neue Varianten pro Tag. Planen Sie große Produktänderungen daher als Import statt als Zap.
Einwilligung mitdenken
Die Aktionen „Create Customer“ und „Update Customer“ haben ein Ja-Nein-Feld „Accepts Marketing“, das ohne Angabe auf Nein steht und eine E-Mail-Adresse voraussetzt. Setzen Sie es nur, wenn eine Einwilligung belegt ist. Seit API-Version 2025-01 fehlen die Einwilligungsfelder in Shopify-Webhooks zu Bestellungen und Kunden; prüfen Sie im Testlauf, was Ihr Trigger liefert.
Noch ein Programm?
Neben Zapier noch etwas im Einsatz?
Tragen Sie es ein: Die Prüfung zeigt, ob und wie es sich zusätzlich zu Zapier mit Shopify verbinden lässt.
Häufige Fragen
Was Händler zu Zapier fragen.
Brauche ich Programmierkenntnisse für Zapier?
Nein. Zaps entstehen im Editor aus Trigger, Aktionen und Filtern, für viele Fälle gibt es Vorlagen. Hilfreich ist aber Wissen über die Datenstruktur von Shopify: Sie sollten wissen, ob ein Feld zur Bestellung, zur einzelnen Position oder zum Kunden gehört. Sonst landen etwa Summen pro Bestellung in Zeilen pro Artikel, und Auswertungen stimmen nicht.
Reagiert Zapier sofort auf neue Bestellungen?
Ja. „New Order“ und die meisten anderen Shopify-Trigger sind Instant-Trigger: Shopify meldet das Ereignis per Webhook, und der Zap startet ohne Wartezeit. Einige Trigger wie „New Abandoned Cart“ oder „New Blog Entry“ fragen Shopify dagegen in festen Abständen ab, deren Länge vom Zapier-Tarif abhängt. Bei hohem Bestellaufkommen können Ratenlimits die Ausführung bremsen.
Kann Zapier Daten in Shopify ändern?
Ja. Neben Triggern bietet Zapier Aktionen, die Shopify verändern: Kunden und Produkte anlegen oder ändern, Varianten und Lagermengen setzen, Bestellungen und Entwürfe anlegen, Bestellungen als bezahlt markieren, Sendungen erzeugen oder Geschenkkarten ausstellen. Testen Sie solche Zaps zuerst in einem Testshop, bevor sie mit echten Bestellungen arbeiten.
Zapier oder n8n: Was passt besser?
Zapier läuft als Dienst mit Datenspeicherung in den USA und braucht keinen eigenen Server. n8n können Sie in der Cloud des Anbieters mit Servern in Frankfurt oder auf einem eigenen Server betreiben. Für wenige, überschaubare Abläufe ist Zapier schnell eingerichtet. Wenn Datenstandort, große Datenmengen oder eigene Logik wichtig sind, lohnt sich ein Blick auf n8n.
Zapier anbinden lassen?
Wir prüfen Ihren Fall mit Zapier, bevor wir ein Angebot machen, und nennen Ihnen einen Festpreis.