Schnittstellen · Marketing und CRM
Shopify und HubSpot
verbinden.
HubSpot ist ein CRM, also eine Software für Kundenbeziehungen, mit Werkzeugen für Marketing, Vertrieb und Service. Shopify und HubSpot verbinden Sie über die Data-Sync-App von HubSpot: Kunden und Produkte gleichen sich in beide Richtungen ab, Bestellungen und abgebrochene Checkouts fließen nach HubSpot. Wir zeigen, welche Felder dazugehören, welche fehlen und wo Duplikate entstehen.
Was fließt
Diese Daten verbinden Shopify und HubSpot.
Für HubSpot gibt es fertige Lösungen. Was sie übertragen, unterscheidet sich im Detail; das hier ist der übliche Umfang zwischen Shopify und HubSpot.
- Kunden und KontakteShopify ↔ HubSpot
- Shopify-Kunden werden zu HubSpot-Kontakten und umgekehrt. Standardmäßig übertragen werden Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Firmenname und Adresse. Den Abgleich zwischen beiden Systemen nimmt HubSpot über die E-Mail-Adresse vor.
- BestellungenShopify → HubSpot
- Bestellungen landen im HubSpot-Objekt „Orders“ und sind dort mit Kontakt, Produkten und Warenkorb verknüpft. Für den Status gibt es eine vorbereitete Bestell-Pipeline, also eine Abfolge von Stufen. Bestellungen ohne E-Mail-Adresse kommen ohne Kontakt an.
- Abgebrochene CheckoutsShopify → HubSpot
- Abgebrochene Checkouts erscheinen in HubSpot als Warenkörbe („Carts“), unter anderem mit Positionen, Summen, Rabattcodes und dem Link zurück in den Checkout. Darauf bauen Sie Workflows, also HubSpot-Automationen, für Erinnerungen oder Auswertungen nicht abgeschlossener Käufe auf.
- ProdukteShopify ↔ HubSpot
- Produkte gleichen sich in beide Richtungen ab; HubSpot ordnet sie über den Produktnamen zu. Varianten überträgt die App nicht, Shopify-Metafelder (Zusatzfelder) ebenfalls nicht. Wer Größen, Farben oder Zusatzangaben im CRM braucht, benötigt einen anderen Weg.
- Firmen (B2B)Shopify ↔ HubSpot
- Firmenkunden aus dem B2B-Bereich von Shopify gleichen sich mit HubSpot-Firmen ab, zugeordnet über den Firmennamen. Diese Synchronisierung steht laut HubSpot nur Shops mit Shopify Plus zur Verfügung.
- Besuche im ShopShopify → HubSpot
- Mit der App bindet HubSpot seinen Tracking-Code, ein Skript zur Erfassung von Besuchen, automatisch im Shop ein. So sehen Sie Seitenaufrufe bekannter Kontakte und können zuletzt angesehene Produkte in Marketing-E-Mails ausspielen.
Die Wege
So kommen Shopify und HubSpot zusammen.
-
Fertige App aus dem Shopify App Store
Im Shopify App Store heißt die App „HubSpot“, Entwickler ist „Hubspot (Data Sync)“; im HubSpot Marketplace finden Sie sie als „Shopify“. Installieren dürfen Super-Admins oder Nutzer mit Marketplace-Berechtigung. Vorbereitete Feldzuordnungen übertragen Kontakte, Produkte, Bestellungen und Warenkörbe, nach dem ersten Lauf innerhalb von zehn Minuten nach jeder Änderung. Eigene Feldzuordnungen setzen mindestens das HubSpot-Abo Data Hub Starter voraus. Formulare und Chat von HubSpot nutzen Sie zusätzlich direkt in Shopify.
-
Über einen Connector
Reicht der Standardabgleich nicht, gibt es spezialisierte Anbieter. „Shopify Sync by Unific“ ist im HubSpot Marketplace als zertifizierte App gelistet und überträgt laut Beschreibung auch Varianten, Metafelder und Bestellungen wahlweise als Deals, also Verkaufschancen, oder als Orders. Für einzelne Abläufe eignen sich Zapier oder n8n, die beide Bausteine für Shopify und HubSpot haben. Der HubSpot-Knoten von n8n deckt Kontakte, Firmen, Deals und Tickets ab, das Bestellobjekt dagegen nicht.
-
Eigene Anbindung über die API
Die API von HubSpot, also die Programmierschnittstelle, bietet eigene Bereiche für Bestellungen und Warenkörbe, ausdrücklich auch für den Abgleich mit Plattformen wie Shopify. Bestellungen lassen sich mit Kontakten, Positionen und Warenkörben verknüpfen. Private Apps dürfen je nach Abo 100 oder 190 Anfragen pro zehn Sekunden stellen, dazu kommt ein Tageslimit für das ganze Konto. Eine eigene Anbindung lohnt sich, wenn Sie Varianten, Metafelder oder B2B-Regeln im CRM abbilden müssen.
Worauf es ankommt
Stolpersteine bei HubSpot.
Einwilligung nur per eigener Zuordnung
Die Standardfelder übertragen keine Newsletter-Einwilligung. Felder wie „Email subscribed“, „Email subscription status“ oder „SMS subscribed“ stehen nur als zusätzliche, eigene Feldzuordnungen bereit, die mindestens Data Hub Starter voraussetzen. Ohne diese Zuordnung weiß HubSpot nicht, wer in Shopify Werbung zugestimmt hat.
Double-Opt-in greift nicht automatisch
Das Double-Opt-in von HubSpot, also die Bestätigung per Link, verschickt die Bestätigungsmail an Kontakte aus HubSpot-Formularen, fremden Formularen, Lead-Anzeigen mit Formular und der Formular-Schnittstelle (Forms-API). Kontakte aus der Shopify-Synchronisierung nennt HubSpot dort nicht. Legen Sie fest, wo die Einwilligung eingeholt wird, und halten Sie fest, woher jede Einwilligung stammt.
Duplikate vermeiden
HubSpot gleicht Kontakte über die E-Mail-Adresse ab. Damit keine doppelten Datensätze entstehen, empfiehlt HubSpot die Option „Only sync contacts with an email address“. Bestellungen von Kunden ohne E-Mail-Adresse kommen als Bestellung ohne Kontakt an, und die Bestellsynchronisierung führt doppelte Datensätze nicht automatisch zusammen.
Tracking-Code und Cookie-Banner
Mit der Installation fügt HubSpot seinen Tracking-Code automatisch in Ihren Shop ein. Der Code setzt Cookies und erfasst Seitenaufrufe. Prüfen Sie vor dem Livegang, ob Ihr Cookie-Banner den Code erst nach Zustimmung lädt, und stimmen Sie Ihre Datenschutzerklärung mit Ihrer Rechtsberatung ab.
Löschungen wirken nur einseitig
Löschen Sie einen Kontakt in HubSpot, bleibt der Kunde in Shopify erhalten, und umgekehrt. Auch in HubSpot gelöschte Firmen bleiben in Shopify bestehen. Eine Löschanfrage setzen Sie deshalb in beiden Systemen um. Shopify weist darauf hin, dass Händler alle Empfänger der Kundendaten selbst informieren müssen.
Datenstandort prüfen
HubSpot betreibt Rechenzentren in den USA, in Kanada, in Australien und in der EU. Neue Kunden werden beim Abschluss eines Abos nach ihrem Standort zugeordnet, bestehende zahlende Kunden können umziehen. Wo Ihr Konto liegt, sehen Sie in den Einstellungen unter „Account Defaults“ im Reiter „Data Hosting“.
Noch ein Programm?
Neben HubSpot noch etwas im Einsatz?
Tragen Sie es ein: Die Prüfung zeigt, ob und wie es sich zusätzlich zu HubSpot mit Shopify verbinden lässt.
Häufige Fragen
Was Händler zu HubSpot fragen.
Landen Shopify-Bestellungen in HubSpot als Deals?
Mit der Data-Sync-App von HubSpot nicht. Bestellungen landen im eigenen Objekt „Orders“, abgebrochene Checkouts im Objekt „Carts“, und für den Bestellstatus gibt es eine vorbereitete Pipeline. Wenn Ihr Vertrieb mit Deals arbeitet, brauchen Sie eine Lösung, die Bestellungen als Deals anlegt; „Shopify Sync by Unific“ bietet das laut Beschreibung wahlweise an.
Wie schnell kommen Änderungen in HubSpot an?
Nach dem ersten Abgleich überträgt die App Änderungen innerhalb von zehn Minuten. Schalten Sie die Bestellsynchronisierung ein, überträgt HubSpot alle Bestellungen auf einmal, die Ihren Filtern entsprechen. Setzen Sie die Filter deshalb vorher, zum Beispiel auf bestimmte Shopify-Felder oder eine HubSpot-Liste, wenn Sie nicht den ganzen Verlauf im CRM haben möchten.
Kann ich mehrere Shopify-Shops mit einem HubSpot-Konto verbinden?
Ja. Nach dem ersten Shop verbinden Sie weitere Shops auf der Seite der Shopify-App in HubSpot über „Account actions“ und „Manage accounts“. Kaufen dieselben Personen in mehreren Shops, ordnet HubSpot sie über die E-Mail-Adresse demselben Kontakt zu. Bei Warenkörben erkennen Sie die Herkunft am Feld „Source Store“.
Welche HubSpot-Abos brauche ich für die Anbindung?
Die Data-Sync-App steht laut HubSpot für alle Produkte und Abos zur Verfügung. Eigene Feldzuordnungen, etwa für den E-Mail-Abostatus aus Shopify, setzen mindestens Data Hub Starter voraus. Marketing-E-Mails verschickt HubSpot zudem nur an Kontakte, die als Marketingkontakte markiert sind; nur diese zählen zu Ihrem Kontaktkontingent im Marketing Hub.
HubSpot anbinden lassen?
Wir prüfen Ihren Fall mit HubSpot, bevor wir ein Angebot machen, und nennen Ihnen einen Festpreis.