Zum Inhalt springen René Kress – Shopify Entwicklung & Consulting Kostenloser Befund

SEO für jedes CMS · Shopsysteme

SEO für JTL-Shop,
gepflegt in der Wawi.

Bei JTL-Shop entsteht ein großer Teil der SEO in JTL-Wawi, der Warenwirtschaft von JTL: Adressen, Seitentitel und Beschreibungen werden dort gepflegt und per Abgleich in den Shop übertragen. Der Shop selbst steuert Weiterleitungen, die Sitemap als Inhaltsverzeichnis für Suchmaschinen, den Zwischenspeicher und die Vorlage. Wir verbinden beides und richten die Optimierung nach Seobility und den Berichten der Google Search Console aus.

SteckbriefJTL-Shop
System
JTL-Shop 5 (aktuell Version 5.8, mit JTL-Wawi, selbst gehostet oder bei JTL)
Eingriff
Volle Kontrolle Server, Code und Ausgabe erreichbar
Werkzeuge
JTL-Wawi: Metadaten (SEO), Shop-Backend: Administration > SEO, OnPage Composer, Google Search Console
Messung
Seobility und Search Console, vorher und nachher
Garantie
90 % in Technik & Meta und Struktur, Garantiebedingungen
Ladezeit
Der Objekt-Cache von JTL-Shop, ein Zwischenspeicher für häufig genutzte Daten, ist ab Werk ausgeschaltet. Wir aktivieren ihn unter System > Cache und wählen nach dem eingebauten Geschwindigkeitstest eine passende Methode wie Redis. In den Bildeinstellungen stellen wir das Dateiformat auf „Auto“, damit zusätzlich Dateien im kompakteren Bildformat WebP entstehen, und lassen JavaScript und CSS über die Vorlage komprimieren.
Meta-Daten in der Wawi
In der Wawi tragen wir für Artikel, Kategorien, Hersteller und Merkmalwerte wie Farben den URL-Pfad ein, also den Adressteil hinter der Domain, dazu das Title-Tag als Titel des Suchtreffers und die Meta-Description als Text darunter, je Sprache und Onlineshop. Eine Google-Vorschau zeigt das Ergebnis. Seiten ohne eigene Angaben erhalten unter Administration > SEO > Metadaten Standardwerte.
Überschriften und Inhalt
Der Artikelname bildet die H1, also die Hauptüberschrift der Produktseite, der Kategoriename die H1 der Kategorieseite. Die Kategoriebeschreibung erscheint direkt darunter und trägt den Text für Suchmaschinen. Zusätzliche Abschnitte bauen wir mit dem Seiteneditor OnPage Composer ein und vergeben dort Überschriften ab Ebene 2, damit jede Seite genau eine H1 behält.
Sitemap
Unter Administration > Export > Sitemap legen wir fest, welche Seitentypen und Bilder in die Sitemap kommen, und lassen sie bei jedem Abgleich mit der Wawi neu erzeugen. Das Änderungsdatum Lastmod schalten wir ein; Changefreq und Priority, also Änderungshäufigkeit und Rang, wertet Google nach eigener Aussage nicht aus. Bei Google eingereicht wird die sitemap_index.xml.
Weiterleitungen
Auf Wunsch erfasst JTL-Shop Aufrufe nicht vorhandener Seiten automatisch unter Administration > SEO > Weiterleitungen, samt Zahl der Aufrufe. So sehen wir, welche alten Adressen noch Besucher bringen, und leiten sie per 301, also dauerhaft, auf das passende Ziel. Gelöschte Artikel ohne Nachfolger lassen wir bewusst als 404-Fehler (Seite nicht gefunden) auslaufen, wie JTL es empfiehlt.
Vorlage NOVA
NOVA, die Standardvorlage von JTL-Shop 5, setzt Canonical-Tags als Verweis auf die maßgebliche Adresse. Bei mehreren aktiven Sprachen gibt sie hreflang-Verweise aus, also Sprachangaben für Suchmaschinen, samt x-default als Rückfallversion. Produkt, Angebot, Bewertungen und Brotkrumen zeichnet sie als Microdata aus, maschinenlesbar nach schema.org. Nach Template-Updates prüfen wir diese Ausgabe erneut.
  1. Varkombis und Sitemap

    Kindartikel von Variationskombinationen, kurz Varkombis, sind ab Werk indexierbar und verweisen per Canonical auf den Vaterartikel. Steht zugleich der Export von Kindartikeln in die Sitemap auf Ja, sendet der Shop widersprüchliche Signale. Wir schalten diesen Export dann ab. Haben die Kindartikel eigene Texte und Bilder, deaktivieren wir stattdessen die Canonical-Verweise unter Darstellung > Standardansichten > Artikeldetailseite.

  2. Umbenennen ändert die URL

    Ändern Sie einen Artikel- oder Kategorienamen in der Wawi, ändert sich auch die Adresse, sofern kein eigener URL-Pfad hinterlegt ist. Wer die alte Adresse gespeichert oder verlinkt hat, läuft dann ins Leere. Für eingeführte Seiten tragen wir feste URL-Pfade ein und legen bei Änderungen sofort eine Weiterleitung von alt auf neu an.

  3. Gesperrte URL-Bestandteile

    Steht im URL-Pfad eines der englischen Wörter wie products, categories, manufacturers, search oder pages direkt vor einem Schrägstrich, ist die Seite nicht aufrufbar. Wir prüfen Pfade vor dem Abgleich, besonders nach einem Systemwechsel, und ersetzen zum Beispiel products/ durch Produkte/.

  4. Gleiche Namen, gezählte Adressen

    SEO-Links müssen in JTL-Shop eindeutig sein. Heißen eine Kategorie und ein Hersteller gleich, zählt der Shop die Adresse automatisch hoch. Das ergibt unschöne Pfade, die sich bei späteren Änderungen schwer nachvollziehen lassen. Wir vergeben in solchen Fällen eigene URL-Pfade, bevor die Seiten indexiert werden.

  5. Merkmalwert-Seiten

    Jeder Merkmalwert, etwa eine Farbe oder Marke, kann eine eigene Seite mit Title-Tag und Beschreibung bekommen. In den globalen Einstellungen legen Sie fest, ob Suchmaschinen diese Adressen indexieren. Wir geben nur Werte mit Suchnachfrage und eigenem Text frei. JTL nennt als erprobte Richtwerte 50 Merkmale mit je 250 Werten; darüber steigt die Serverlast.

  6. Sitemap-Ping

    Die Option, die Sitemap nach dem Export an Google und Bing zu übermitteln, bringt bei Google nichts mehr: Google hat diesen Ping-Weg Ende 2023 abgeschaltet. Wir hinterlegen die sitemap_index.xml stattdessen in der Search Console und verweisen zusätzlich in der robots.txt darauf.

Pflegen wir SEO-Daten in der Wawi oder im Shop?

Beides, je nach Seitentyp. Artikel, Kategorien, Hersteller und Merkmalwerte erhalten Adresse, Titel und Beschreibung in JTL-Wawi, je Sprache und bei Bedarf je Onlineshop. Eigene Seiten, Blogbeiträge, Sonderseiten und Standardwerte pflegen Sie im Shop-Backend. Entscheidend ist der Abgleich: Erst danach sind Änderungen aus der Wawi im Shop sichtbar, automatisch etwa über den Hintergrunddienst JTL-Worker.

Sollen Varkombi-Kindartikel bei Google erscheinen?

Meist nicht einzeln. Unterscheiden sich Kinder nur in Größe oder Farbe, bündelt der Canonical-Verweis auf den Vaterartikel die Signale auf einer Seite. Anders ist es, wenn Kunden gezielt nach einer Ausprägung suchen und der Kindartikel eigene Bilder und Texte hat; dann kann eine eigene Seite sinnvoll sein. Welche Adresse Google tatsächlich wählt, zeigt das URL-Prüftool der Search Console.

Unser B2B-Shop zeigt Artikel erst nach Anmeldung. Geht SEO trotzdem?

Nur eingeschränkt. Ist eingestellt, dass Artikel und Kategorien erst nach Anmeldung sichtbar sind, sehen Gäste nur Startseite und allgemeine Seiten, und Suchmaschinen melden sich nicht an. Alternativ lassen sich nur die Preise hinter die Anmeldung legen; dann bleiben Produktseiten für Suchmaschinen erreichbar. Diese Abwägung treffen wir mit Ihnen, denn sie ist auch eine Vertriebsfrage.

Wie sichern wir alte Adressen beim Umstieg auf JTL-Shop?

Mit einer Weiterleitungsliste. JTL-Shop importiert dafür eine CSV-Datei mit alter Adresse und Artikelnummer, bei Bedarf mit Sprache, und leitet per 301 auf den passenden Artikel. Sind die neuen Adressen bekannt, klappt auch eine direkte Zuordnung von alter zu neuer URL. Vorher erfassen wir, welche alten Seiten Besucher und Verweise haben, damit keine wichtige Adresse fehlt.

Wie steht Ihre JTL-Shop-Shop heute da?

Nennen Sie uns die Adresse. Wir messen den Stand mit Seobility und sagen Ihnen, was in JTL-Shop zuerst zu tun ist.